Nachdem 1930 schwerde Mängel an der ehemaligen Kronprinz Rudolf Brücke festgestellt wurden, wurde von der Stadtregierung ein Neubau beschlossen. Die alte Brücke wurde 26m stromarbwärts verschoben, so dass sie weiter dem Verkehr zur Verfügung stand.
Die neue 1255m lange Reichsbrücke, die drittlängste Kettenbrücke in Europa wird ihrer Bestimmung übergeben.
An der Quadenstraße gegenüber dem Friedhof befindet sich ein Sportplatz.
Wann wurde der Fußballplatz errichtet?
Wann wurde das letzte Spiel ausgetragen?
Nähere Infos und Fotos sind sehr willkommen!
Unter enormen Kostenaufwand (20 Mio. Schilling) wird die bisherige Linksfahrordnung auf die Rechtsfahrordnung im gesamten Bundesgebiet umgestellt.
Soldaten der Wehrmacht und Polizisten, insgesamt ca. 65.000 Mann teils mit schwerer Bewaffnung, marschieren in Österreich ein und werden vielfach von der Bevölkerung mit Jubel empfangen. In Wien trifft am Flughafen Wien-Aspern der Reichsführer-SS Heinrich Himmler in Begleitung von SS- und Polizeibeamten ein, um die Übernahme der österreichischen Polizei durchzuführen. Noch am selben Abend treffen in Linz Hitler und Seyß-Inquart zusammen und vereinbaren die sofortige Durchführung der Wiedervereinigung ohne die früher geplanten Übergangsfristen.
Die seit 1925 gültige österreichische Währung Schilling wird von der Reichsmark abgelöst. Für 1,50 Schilling erhält man 1 Reichsmark.
Am 24. Mai wird Österreich, das seine Selbstständigkeit verloren hat in Ostmark umbenannt und in sieben Gaue eingeteilt:
1. Tirol und Vorarlberg
2. Salzburg
3. Oberdonau
4. Niederdonau
5. Wien
6. Kärnten
7. Steiermark
Heil Hitler wird als offizielle Grußformel festgesetzt. Alle Schriftstücke müssen damit unterfertigt werden.
Mit Kundmachung 443 (Gesetzblatt für das Land Österreich) kommen insgesamt 97 niederösterreichische Gemeinden zum großstädtischen Verwaltungsbereich Groß-Wien, das nun 26 Gemeindebezirke umfasst.
Hirschstetten gehört nun zum 22. Bezirk Großenzersdorf (heutige Schreibweise Groß-Enzersdorf
).
Der (Zahn) Arzt Gründer des Vereins verkühle dich täglich
feiert seinen 75. Geburtstag beim Winterschwimmen in der eiskalten (alten) Donau.
Frau Maria Kneißl übernimmt von ihrem Vater den Tabakladen.
Obwohl die Hütte nur wenige Quadratmeter umfasst, ist das Sortiment sehr umfangreich. Erhältlich sind Rauchwaren, Schreibzeug, Papiere aller Art, Billets, Stempel- und Briefmarken, Fahrscheine u.v.m.
Josef Pospisil jun. und seiner Frau Anna übernehmen die florierende Bäckerei, modernisieren und erweitern weiter. Auch der Fuhrpark wird erneuert, Kraftfahrzeuge lösen die Pferdefuhrwerke ab.
Nach zehn Jahren Abspaltung, vereinigt sich die Siedlungsgenossenschaft-Invalidenheimstätte
wieder mit der Siedlung Kriegerheimstätten
.
Nachdem der Trassenverlauf der Reichsautobahn Wien - Brünn - Breslau festgelegt war, der erste Spatenstich zum Autobahnbau am 11. April 1939 erfolgte, werden die ersten Brückenpfeiler an der Donau (für die Lobauautobahn) errichtet.
Am 16. Juni erfolgt der erste Angriff der amerikanischen Luftwaffe auf Hirschstetten. Die in der nahen Umgebung angesiedelten Industriebetriebe und die Ostbahn sollten zerstört werden, jedoch trift es auch massiv die Zivilbevölkerung:
Das einstöckige Gasthaus, Hirschstettner Straße 93, wird zerstört. Das Brennerhaus
(Hirschstettner Straße 104) erleidet einen schweren Bombentreffer. Sieben Bewohner, die vor den vernichtenden Wirkungen der Bomben im Keller dieses Hauses Schutz zu finden glauben, kommen ums Leben.
Auch das Schloss, die Pirquetsche Scheuer (gegenüber dem Brennerhaus) und Teile der Liegenschaft des Wirtschaftshofes Hirschstettner Straße 83 werden getroffen. Die Scheuer des Radlhofes
bennt ab.
Der Bombenhagel fällt hauptsächlich auf Hirschstetter Wohn- und Agrargebiet und auf die Benzinfabrik an der Breitenleer Straße. Der Brand dauert mehrere Tage, die schwarze Rauchsäule ist bis Wolkersdorf zu sehen!
Bei einem weiteren Angriff im November 1944 fällt ein Großteil des Hirschstettner Siedlunpsgebietes Phosphor(brand)bomben zum Opfer. Viele Siedlungsbewohner kommen in ihren Häusern um. In den Gärten und auf den umliegenden Feldern zünden noch Tage nach dem Angriff die Bomben.
Vermutlich sollte eine im ehemaligen Ziegelofen stationierte geheime Militäranlage, ein Geheimsender der deutschen Wehrmacht, getroffen werden.
Ab diesem Tag flüchten viele Ortsbewohner nach dem im Radio ankündigten Voralarm mit ihren Fahrrädern, zu Fuß oder manchmal gar mit Autos in die weniger gefährdeten Marchfelddörfer.